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Elektronik erleben.
9.1.2 Takt-Richtung Schrittmotortreiber L297/L298
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Stephan_Mischnick 

Administrator



11.03.18 10:43

9.1.2 Takt-Richtung Schrittmotortreiber L297/L298



* Epoxid 75 x 100 mm
* Bestückungsaufdruck
* Lötstoppmaske
* Vorverzinnt = leichtes Löten auch für Anfänger
* Befestigungsbohrungen in den Ecken 4mm vorgebohrt, passend für viele Kunststoffabstandhalter
* Für alle bipolaren Schrittmotoren bis max 2 Ampere Strangstrom und zwei Spulen
* 2 Versorgungsspannungen: 5 Volt TTL für die Logik und bis zu 34 Volt für den Motor
* Kontroll-LED für die 5 Volt Versorgungsspannung
* Der Motorstrom kann ber Trimmpoti auf der Platine eingestellt werden
* Jumper in jedem Strompfad zur genauen Strommessung und zum Abschalten des Choppers (Brücke)

"Haben wollen ?" ==> Nachfragen, siehe Impressum.


Weitere Hinweise hier:

9.1.2.1 Tipps für den Schrittmotortreiber

Zuletzt bearbeitet am 16.05.18 23:04

Datei-Anhänge
9-1-2-schrittmotortreiber.png 9-1-2-schrittmotortreiber.png (80x)

Mime-Type: image/png, 840 kB

Stephan_Mischnick 

Administrator



11.03.18 10:46

9.1.2.1 Tipps für den Schrittmotortreiber

Tipps für diese Platine:

Trennen Sie nie den Motor von der bestromten Platine. Dies kann den L298 dauerhaft beschädigen.

Schalten Sie die Platine immer spannungsfrei, wenn Sie einen der Jumper ziehen wollen.
Schalten Sie die Platine immer spannungsfrei, wenn Sie an den Motorkabeln hantieren.

Wenn sie Schalter oder Open-Collector-Ausgänge als Eingangssignale betreiben wollen:

Stecken Sie dafür dieJumper Pull-Up- oder Pull-Down-Widerstände, sonst arbeitet die Platine nicht richtig.
Die Pullup- oder Pulldown-Widerstände haben einen geeigneten Wert von 10k Ohm und sind mit 5 Volt verbunden.

Legen Sie unbenutze Eingänge auf ein Potential fest:

Wenn Sie den stecken Sie den Jumper.
Wenn Sie den DIR-Eingang nicht benötigen, stecken Sie den Jumper.

Stellen Sie den maximalen Motorstrom im Stillstand des Motors am Trimmer P1 ein:

Es ist normal, dass der Motorstrom mit steigender Drehzahl abnimmt.
Messen Sie den Motorgesamtstrom mit der Stromanzeige des Labornetzgerätes.
Oder messen sie Einzelströme an den Pins der abgezogenen Jumper.
Oder messen sie die Spannungen an den Sense-Widerständen R 2.1 und R 2.2.
Diese Spannung ist dem Strom proportinal: 1 Volt entspricht 1 Ampere bei 1 Ohm Sensewiderständen.
Wenden Sie bei anderen Größen der Sense-Widerstände einfach das ohm'sche Gesetz an.
Denken sie daran, bei Änderung der Sense-Widerstandswerte die maximale Verlustleistung neu zu berechnen.
Verwenden Sie induktionsarme Sense-Widerstände.

Achten Sie darauf, dass der Motorstrom niemals größer als 2 Ampere pro Spule wird. Dies kann den L298 dauerhaft beschädigen.

Wenn der Motor "piepst", ist dies normal und ein Zeichen, dass der Chopper einwandfrei arbeitet:
Das Piepsen ist auf elektromechanische Schwingungen im und am Motor zurückzuführen,
die durch den Chopperbetrieb verursacht werden.
Wenn das Piepsen zwingend unerwünscht ist, löten Sie jeweils eine Brücke an die Pins der Hochlastwiderstände.

Wählen Sie den Kühlkörper in Abhängigkeit des Motorstromes:

Ab etwa 700 mA Spulenstrom ist ein Kühlkörper nötig.
Die Motorbrücke L298 wird im Betrieb auch unterhalb von 700mA handwarm. Dies ist kein Grund zur Sorge.

Achten Sie auf statische Aufladung:

Der Brückentreiber L297 ist sehr hochohmig und kann durch statische Aufladung zerstört werden.
Erden Sie sich vor dem Hantieren mit der Platine, indem Sie z.B. einen Heizkörper oder eine Wasserleitung kurz berühren.
Tragen sie nach Möglichkeit Baumwollkleidung, die sich nicht so leicht statisch auflädt.
Achten Sie auf die richtige Polung der Elkos und deren Nennspannung:
Falsch gepolte Elektrolytkondensatoren können platzen oder explodieren.
Wählen Sie die Elkos passend zur Betriebsspannung und geben Sie immer ein wenig Spannungsreserve hinzu.

Achten Sie unbedingt auf die richtige Polung der 8 Freilaufdioden:

Falsch gepolte Freilaufdioden bilden einen Kurzschluss und können einen Brand verursachen.
Der 3,3 nF Kondensator und der 22k Widerstand sind zwingend nötig.
Spielen Sie nicht mit den Werten des 3,3 nF Kondensators und des 22k Widerstandes, denn das wird die Performance der Platine nicht verbessern. Diese vorgegebenen Werte sollten zwingend eingehalten werden.
Stellen Sie nicht mehr als 1000 bis 2000 Taktimpulse pro Sekunde (1-2 kHz) zur Verfügung.
Bei Schrittmotoren ist es allgemein so, dass sich im Betrieb eine Gegen-EMK aufbaut, die der Drehtrichtung entgegen wirkt. Daher nimmt das Drehmoment bei steigender Anzahl der Schritt-Impulse stark ab. Dies ist bei allen Schrittmotoren eine technische Gegebenheit. Mit der Platine 9.1.2 schaffen Sie also maximal um die 1000 bis 2000 Schritte pro Sekunde.

Programmieren Sie Anfahr- und Bremsrampen, wenn Sie hohe Drehzahlen benötigen.

Zuletzt bearbeitet am 11.03.18 10:46

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